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Das Barcamp Bonn 2017 war einfach inspirierend! #bcbn17

CC-BY Martina Hahn, Flextorat

Wir sind das Barcamp. Deshalb folge ich dem Aufruf auch darüber zu schreiben. Und es war wirklich wieder ein sehr inspirierender Tag. Ich habe viele tolle Leute getroffen und interessante Gespräche geführt.

Was ist ein Barcamp?

Vielleicht hörst du zum ersten Mal den Begriff Barcamp. Vor zwei Jahren war ich auf dem Barcamp Ruhr in Essen. Damals habe ich nachgeschlagen und gelernt: Das Barcamp ist eine Art von Konferenz, bei der die Teihnehmer*innen gleichzeitig diejenigen sind, die Veranstaltungen anbieten. Das heißt die Teilnehmer*innen gestalten das Barcamp durch eigene Sessions.

Eine Session dauert 1 Stunde und kann alles mögliche sein: Eine Session kann ein Vortrag sein, ein Workshop, ein lockeres Gespräch über ein bestimmtes Thema, ein Brainstorming für eine neue Idee oder ein Spaziergang zum Netzwerken.

Anfahrt und Location

Ich bin mit der Bahn zur Heussallee gefahren und dann zum Posttower gelaufen. Ich hatte mich mit meiner Freundin Nicole von achtsames-webdesign.de getroffen, um gemeinsam zum Barcamp zu gehen. Das Wetter war fantastisch.

Dieses Jahr stand der Kaffeeroller direkt vor dem Posttower um uns zu versorgen. Eine geniale Idee! Ich bin sofort dabei. Wir trinken zuerst einen Kaffee zusammen. Im Wind ist es doch noch ganz schön kalt. Ich freue mich auf den Nachmittag, wenn es noch wärmer sein wird, auf einen Spaziergang.

Frühstück und Willkommen im Posttower

Ich war zuvor noch nie im Posttower. Das Gebäude ist einfach eine super Wahl für das Barcamp. Ich mag die Architektur. Ich bin begeistert davon, wie sich die Leute an der Fassade spiegeln, wenn sie unten vorbeigehen oder wie sich das Licht in den Scheiben bricht. Die Fahrt mit dem Fahrstuhl ist auch ein Erlebnis für sich, so ganz aus Glas.

Im ersten Stock gab es zuerst Frühstück. Ich war sehr erfreut über das vegane Angebot! Super. Da erinnerte ich mich daran, dass bei der Anmeldung abgefragt wurde, wie ich essen will. Ich glaube es gab die Auswahl: „mit Fleisch“, „vegetarisch“ oder „lasst mich in Ruhe mit dem ganzen Zeug – vegan.“ Sehr sympathisch.

Vorstellung und Sessionplanung

Jedes Barcamp startet mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Da wir echt viele Teilnehmer*innen waren haben die Veranstalter darum gebeten nur den Namen und zwei Hashtags zu nennen: Beruf und ein privater Hashtag. Die Hashtags fand ich letztes Jahr, bei meinem ersten Barcamp in Essen etwas seltsam. Ich erfuhr, dass die meisten Barcamp-Teilnehmer*innen Twitter nutzen. Darauf führe ich nun die Hashtagnutzung zurück… Meine Hashtags für diesen Tag waren #Elterncoach und #vegankochen.

Nach der Vorstellungsrunde folgt die Sessionplanung. Ich hatte mir vorgenommen eine Session zu geben. Bei meinem ersten Barcamp hatte ich mich auch schon ins kalte Wasser geworfen und eine Session angeboten und daher wollte ich dieses Jahr auch gerne etwas machen. Also bin ich mit gefühlten 100 Leuten aufgestanden und habe mich für die Sessionplanung angestellt. Ich dachte ich komme eh nicht mehr dran, bei so vielen Leuten. Der Sessionplan füllte und füllte sich. Erstaunlich wie viele Angebote da drauf passten. Ich kam natürlich doch noch dran und habe auch noch einen super Raum bekommen.

Bei der Vorstellungsrunde durfte ich schon ins Mikro sprechen. Und nun wieder. Ich spreche sonst nicht in Mikros. Sehr interessant. Nicole gab mir später die Rückmeldung, dass ich ganz ruhig und überhaupt nicht aufgeregt ausgesehen habe. Das ist super, denn ich war total aufgeregt auf der Bühne meine Session vorzustellen: Mein Workshop für Eltern: „Entdecke die 3 Säulen deiner Erziehung.“

Sessions: Viel gelernt.

Ich habe mir die Sessions zum Thema Social Media und Marketing ausgesucht, da ich dieses Thema gerade gut für meinen Blog nutzen kann. Leider konnte ich nicht zum Ukulele-Workshop gehen, da meine eigene Session dazu gleichzeitig war.

Ich habe viel gelernt: Zum Beispiel warum es sinnvoll ist andere Artikel in den sozialen Netzwerken zu teilen und wie man das am besten macht. Kuratieren ist das Stichwort. Ich habe außerdem wieder etwas über Marketing-Automatisierung gelernt.

Spannend fand ich einen Einblick in das Zürcher Ressourcen-Modell zu erhalten. Buchtipps finde ich auch immer sehr wertvoll, um sich damit später noch intensiver beschäftigen zu können und den Strudelwurm von Maja Storch in ihrem Buch: „Machen sie doch was sie wollen.“ finde ich sehr sympathisch.

Tolle Leute kennen gelernt

Beim Barcamp lernt man immer interessante Leute kennen und seltsamerweise auch immer genau die Leute, die gerade mit dem gleichen Thema unterwegs sind. Das ist das Resonanz-Prinzip. In meiner NLP-Ausbildung habe ich davon gehört. Und trotzdem finde ich es immer wieder erstaunlich.

So habe ich eine junge, engagierte Frau getroffen, die sich mit einem Indoor-Spielplatz in Bonn selbstständig gemacht hat: Melanie von Melodiy in Meckenheim. Ein tolles Projekt! Und ich selbst träume davon einmal eine Kita in Bonn zu eröffnen. Mal sehen wie weit ich mit diesem Projekt komme. Denn als Mensch mit 1000 Interessen und Plänen, fange ich viele Projekte an und ich selbst entscheide, wann das Projekt beendet ist. Das habe ich von Barbara Sher gelernt, die Menschen wie mich Scanner nennt. Und wie konnte es anders sein: Da treffe ich doch eine Frau, die ebenfalls Coach ist und zwar für Vielbegabte: Yasemin Akdemir. Als ich ihr erzähle, dass ich ebenfalls Vielbegabt bin und das Buch von Barbara Sher gelesen habe, habe ich direkt einen Drücker von ihr bekommen. Wie schön dazu zu gehören.

Eine andere Frau erzählte mir von ihrem Mehrgenerationen-Wohnprojekt. Das finde ich ja auch spannend! Und ich könnte mir auch vorstellen in so einer großen Gemeinschaft zu leben. Ich finde es auch für Kinder toll, wenn sie die Wahl haben weitere Bezugspersonen zu wählen und bestenfalls auch Spielkameraden finden, ohne sich verabreden zu müssen. Die wären einfach da. So wie früher, als wir auf dem Dorf einfach raus gehen mussten und irgendjemand war schon da.

Meine Session: Entdecke die 3 Säulen deiner Erziehung

Vor meiner Session war ich ziemlich aufgeregt. Da ich erst um 15 Uhr dran war, wollte ich mich als Coach zuerst um mich selbst kümmern. Also habe ich noch gegessen und war am Rhein spazieren. Das Wetter war wirklich herrlich und ich konnte mich wieder ganz gut entspannen.

Als mein Workshop startete war ich auch gar nicht mehr aufgeregt. Alle haben fleißig und konzentriert geschrieben als ich die Fragen von meinem Worksheet vorgelesen hatte. Am Ende konnten alle ihre 3 Säulen nennen und waren auch der Meinung diese im Alltag nutzen zu können. Das Ziel war es mehr Klarheit für den Alltag zu gewinnen.

Abschluss und Ausklang am Rhein

Zum Abschluss haben wir uns in der großen Runde getroffen. Es gab ein Feedback an die Veranstalter und es wurden Bücher verlost und Gummibärchen verteilt. So ist das in Bonn. Ich habe mich über einen Kochlöffel vom Chefkoch gefreut.

An dieser Stelle will ich mich auch noch einmal bei den Veranstaltern und den Sponsoren für diesen tollen Tag bedanken. Ich finde es erstaunlich was möglich ist, wenn entsprechend Sponsoren für diese Veranstaltung gefunden werden. Sodass für uns Teilnehmer*innen wirklich ein geringes Geld für die Tickets übrig bleibt.

Zum Ausklang bin ich mit einer Gruppe von Leuten noch am Rhein zurück nach Bonn gelaufen. Das war ein schöner Spaziergang mit weiteren interessanten Gesprächen.

So geht es weiter: Barcamp Bonn 2018

Nächstes Jahr geht’s zum Barcamp Bonn mit dem Thema Bildung (Freitag):

Save the date: 23.+24. Februar 2018, Hochschule Bonn Rhein-Sieg St. Augustin

Danke!

Vielen Dank an alle, die diesen Tag zu einem tollen Erlebnis gemacht haben!

Vielen Dank an das Orgateam: Karin Krubeck, Johannes Mirus, Sascha Förster und an die Sponsoren. Vielen Dank an alle, die super sessions gehalten haben: Oiver Kepka, Oliver Uerberholz, Isa Triesch und Melanie Schumacher, und an diejenigen mit denen ich interessente Gespräche führen durfte: Eva Arndt, Melanie Olbrich, Yasmin Akdemir, und natürlich Nicole Neß.

Schreib‘ doch in die Kommentare, wenn du deine Seite verlinken willst, damit alle wissen was du so machst und wo man dich findet!

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CC-BY Martina Hahn, FlextoratBild: CC-BY Martina Hahn, Flextorat

Barcamp Bonn

to be continued …

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