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Impfen – ein leidiges Thema #10minblog

Sonst schreibe ich gerne über Erfolgsgeschichten und beim Thema Impfen wird mir das wohl nicht gelingen. Darum nehme ich mir auch nur 10 Minuten Zeit! Und das reicht auch. Denn ist doch so, dass wir uns zwischen zwei Übeln entscheiden müssen: Das Risiko an einer – bei vielen Impfungen – tödlichen Krankheit zu erkranken oder das Risiko durch die Impfung einen Schaden zu erleiden. Wie jedes Arzeneimittel kann es zu verschieden schlimmen Nebenwirkungen kommen.

Jetzt nimmt uns die Regierung die Entscheiden für oder gegen die Masern-Impfung ab. Es gibt zwar eh nur den Kombi-Wirkstoff, sodass Mumps und Röteln, je nachdem auch Windpocken, direkt mitabgedeckt werden, aber gut.

Ist es denn gut, dass uns die Regierung die Entscheidung abnimmt? Früher haben die meisten Menschen auf ihre Ärzte gehört. Es gab eine Arzthörigkeit, einer „paternalistische Grundhaltung“. Die Entscheidung über eine Behandlung des Patienten lag beim Arzt allein. Heute ist das anders. Wir als Patienten entscheiden uns für oder gegen eine Behandlung. Wenn wir unsere Kinder ärztlich versorgen lassen, entscheiden wir für unsre Kinder. (Nolte, 2016)

Ich finde es gut, dass wir eine freie Entscheidung über unsere eigene Gesundheit haben. Als Eltern obliegt uns auch die Verantwortung und Pflicht uns um die Gesundheit unserer Kinder zu kümmern. Das Schwierige daran ist nur, dass wir – zumindest die meisten von uns – nicht medizinisch ausgebildet sind. Wie sollen wir da richtig, oder doch zumindest kompetent, entscheiden?

In der Impffrage gibt es einige Bücher, die uns dahingehend unterstützen wollen. Doch sie sind oft einseitig geschrieben. Das macht es so gut wie unmöglich sich eine Meinung zu bilden. Ich lese zur Zeit „Maßvoll impfen“ von Stephan Heinrich Nolte, das zumindest die einzelnen Impfungen erklärt und die lateinischen Namen der Viren nennt, sowie die Wirkung der Impfungen erklärt. Zudem wird zu jeder Impfung Kritikpunkte aufgeführt, sodass ich mittlerweile glaube, dass es kein Ganz-oder-gar-nicht gibt, sondern, dass wir die Impffrage differenziert betrachten dürfen.

Jede*r darf seine Entscheidung selbst treffen. Daher möchte ich hier gar nicht zur Disskussion aufrufen. Falls du jedoch seriöse Quellen angeben kannst, sind diese herzlich Willkommen.

Literatur:
Stephan Heinrich Nolte (2016) Maßvoll impfen: Risiken abwägen und individuell entscheiden – Eine Orientierungshilfe für Eltern

Bundesministerium für Gesundheit, Warum brauchen wir eine gesetzliche Impfpflicht gegen Masern?, abgerufen am 15.02.2020

Bild von Natálie Šteyerová auf Pixabay
Partnerschaft Paarbeziehung Paar Beziehung Sonja Martin Coach Bonn

Partnerschaft und Paarbeziehungen – die Grundregeln Teil 1

Die meisten von uns haben sicher Erfahrungen mit Paarbeziehungen. Immerhin bilden sie das Fundament der meisten Familien. Trotzdem – seit ich dieses Buch über Paarberatung lese habe ich so einige Aha-Erlebnisse, die ich gerne mich euch teilen möchte.

Zuerstmal macht sich ja, wenn man sich verliebt, keiner Gedanken darüber welchen Gesetzmäßigkeiten oder Regelmäßigkeiten Paarbeziehungen unterliegen. Doch es ist ein Axiom der Psychologie, zumindest verstehe ich es als solches, dass wir Menschen uns ähneln. Wir verhalten uns also in ähnlichen Situationen ähnlich. Ansonsten würde die psychologische Forschung gar keinen Sinn ergeben, wenn jede*r von uns sich in ähnlichen Situationen vollkommen unterschiedlich verhalten würde. – Wenn wir zum Beispiel in eine neue Stadt ziehen, ist das eine Situation, die viele Menschen schon einmal erlebt haben und die meisten durchleben die gleichen Phasen und fühlen sich ähnlich dabei. Zum Beispiel brauchen wir eine Zeit lang, um uns einzugewöhnen und neue Leute kennen zu lernen und Freundschaften zu knüpfen.

Beziehungen sind Systeme

Aber zurück zu der Paarbeziehung an sich. Ich verstehe die Paarbeziehung als ein System. Ein kleines System zwar, von zwei Personen, und trotzdem ein System. Es ist wichtig das zu verstehen, weil Mitglieder des Systems Wirkung aufeinander haben.

Systeme sind wie Mobiles. Tippt man ein Element an, bewegen sich alle.

Noch einmal einen Schritt zurück: Das Paar ist ein System. Und wenn Kinder dazu kommen, kommen sie in ein bestehendes System. Die Eltern sind dabei hierachisch höher angesiedelt als die Kinder. Die Eltern haben also großen Einfluß auf das ganze System.

Eine Paarbeziehung gleicht einer Wippe

Eine schöne Metapher für das System einer Paarbeziehung ist die Beziehungswippe. Mit ihr kann ich gut verstehen, wieso ich in Partnerschaften so sehr zu einem Extrem neigte. Ich war zum Beispiel die, der Ordnung wichtig war. Ihm war das nicht so wichtig – dafür hat er sich lieber entspannt. Ich war diejenige die zuhörte – er erzählte. Ich wollte draußen etwas unternehmen – er lieber gemütlich zu Hause bleiben. Dass sich diese Pole mal gewechselt hätten kam – zumindest als die Beziehung schon in Schieflage (siehst du?) war – selten vor. Jeder der Partner*innen verkörpert einen dieser Pole. Zum Beispiel Ordnung oder Chaos, Zuhören oder Erzählen, Ausgehen oder zu Hause bleiben. Wenn man sich im Internet umschaut, wird dafür oft der Begriff der Polarität verwendet. Und ja, man kann diese Eigenschaften und Verhaltensweisen als zwei Pole betrachten.


Bei der Beziehungswippe sitzt je ein Pol auf einem Ende der Wippe. In einer gesunden Beziehung wippen die Partner*innen noch. Sie wippen auf und ab. Wie auf dem Spielplatz. Gerät die Partnerschaft jedoch in Schieflage, verhungert einer. Die Wippe steht still. Die Pole unterscheiden sich immer deutlicher und es gibt keine Abwechslung mehr.

Die Polarität kann uns eigene Schattenanteile zeigen

Wir haben festgestellt, dass wir in einer Paarbeziehung in einer Polarität leben. Der Pol, den unsere Partner*in verkörpert kann zugleich einen Schattenanteil von uns repräsentieren. Als Coach arbeite ich mit den sogenannten Schatten. Das sind Anteile unserer Persönlichkeit, die wir nicht ausleben (wollen) oder die unbewusst sind.

Schatten sind oft unbewusste und nicht akzeptierte Anteile unserer Persönlichkeit.

Früher habe ich, wie im obigen Beispiel erwähnt, den Pol der Sauberkeit und Ordnung übernommen. Mein Ex-Partner den Pol der Entspannung und des Fünfe-Gerade-sein-lassens. Seit ich alleine lebe kann ich viel besser locker lassen und den Haushalt da sein lassen wo er ist. Es lohnt sich für unsere persönliche Entwicklung sich diese Schattenanteile genauer anzusehen. In einer Paarbeziehung können diese Schatten überdeutlich werden und es ist eine Chance für uns darüber nachzudenken. Was passiert wohl, wenn ich nicht mehr auf die Einhaltung des Putzplans poche, sondern mich mit einem Kaffee (oder einem anderen Getränk deiner Wahl) auf’s Sofa setze und die Füße hoch lege?

Wenn die Pole variabel sind und die Wippe wippt

Kürzlich habe ich ein Kinderbuch vorgelesen: „Piraten-Manieren“ von Daniela Kammer und Birgit Antoni. In dieser Geschichte haben die Eltern sich dazu entschieden einen Piratentag einzulegen, um ihrem Kind zu zeigen, dass es nicht für alle lustig ist, wenn keiner nichts macht. Dann gibt es nämlich nichts zu essen und keiner spielt mit einem. Das Kind der Familie machte sich daraufhin Gedanken und veränderte sein eigenes Verhalten. Die Familie hat sich am Schluss auf einen Piratentag pro Woche geeinigt. Vielleicht sollten wir uns auch öfter Piratenlaunen gönnen?!

Die Pole können sich verfestigen und die Wippe bleibt stehen

Wenn wir uns in einer Paarbeziehung befinden und die erste Verliebtheit nach etwa zwei Jahren nachlässt kann es sein, dass wir im System der Paarbeziehung einen Pol überdeutlich ausleben und die andere Seite der Polarität für uns nicht mehr für unsere Verhaltensoptionen in Betracht ziehen. Das Ziel im Coaching ist es immer wieder das Repertoire an möglichen Verhaltensweisen zu erweitern und verfügbar zu machen. Daher ist es oft hilfreich sich den anderen Pol, den den die Partner*in oft verkörpert für uns selbt wieder zu entdecken.

Erkenntnis ist der erste Schritt zu Veränderung

Für mich war es ein Aha-Erlebnis, auch wenn ich schon viel über Systeme gelernt habe: Partnerschaften sind auch ein System. Eines, dass sich polar ausrichtet. Wenn die Parnter*innen nicht mehr beide Pole der Wippe nutzen, kann die Beziehung starr werden, und die Partner*innen verhungern auf der Beziehungswippe. Wir entwickeln uns dann auch persönlich nicht weiter.

Was denkst du über die System-Theorie und dem Bild der Beziehungswippe. Ist es für dich eine Erkenntnis und damit ein erster Schritt zur Veränderung? Möchtest du noch mehr über Partnerschaft und Beziehung lesen? Ich freue mich über Kommentare!

Quellenangaben:
Martin Koschorke, Keine Angst vor Paaren, 2019
Daniela Dammer und Birgit Antoni, Piratenmanieren, 2012

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Alleinerziehend Ressourcen Sonja Martin Coach Bonn Elternberatung Familienberatung Coaching

Wie ich mein Kind mit Fieber in die Schule bringe

Natürlich hat nicht sie Fieber, sondern ICH! Und warum bringe ICH sie? Weil kein anderer da ist! Alleinerziehend und krank. Keine gute Kombi. Gut der Fairnesshalber muss ich sagen, dass ich ein Notfall-Backup habe: Den Vater. Wir erziehen im Wechselmodell. Falls ich also wirklich ausfalle und gar nichts mehr geht, muss er halt ran. Aber bei so ein bisschen Fieber, seit ein paar Tagen… Da kann ich auch noch selbst aufstehen, in den Bus steigen, zur Schule schleichen – denn schneller gehen kann ich gerade nicht – dem Kind einen schönen Tag wünschen und mich selbst zum Arzt schleppen. Ich bin jung und gesund, sagt der mir – Danke! Da reicht es die Grippe auszukurieren und viel zu Trinken! Das gibt mir Hoffnung! Und wie gesagt – durch das Wechselmodell stehe ich gar nicht schlecht da. Ich bin nur zu stolz bei 38°Grad Fieber von meinem Notfallplan gebraucht zu machen. Das schaffe ich schon. Ich mache halt langsam und den Rest des Tages kann ich ja schlafen. Und das tue ich auch. Na dann: Gute Nacht!

Und was ist die Moral von der Geschicht?

Ich habe diese Geschichte jetzt seit ein paar Tagen in der Pipeline. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, was wir, also du und ich, aus dieser Geschichte lernen können.

Für mich geht es darum zu erkennen, dass ich sehr wohl Ressourcen habe. Ich habe Freundinnen und Freunde, die mich im Notfall unterstützen würden und auch Familie; und ja, nicht zuletzt der Kindsvater, mein Expartner, ist auch noch da. Ich habe mich ganz bewusst dagegen entschieden diese Ressourcen anzuzapfen, weil ich mich stark und unabhängig fühlen wollte. Das ging nur, weil ich weiß, dass ich Hilfe habe, wenn ich sie brauche. Sonst hätte ich mich wohl eher hilflos gefühlt.

Wie machst du das? Kennst du deine Ressourcen? Ob Familie, Freunde oder Babysitter. Weißt du wen du um Hilfe fragen kannst, wenn du sie brauchst? Wie machst du es im Alltag, wie wenn du krank bist? Mach dir deine eigenen Ressourcen bewusst!

Wenn du magst erzähl uns davon und schreib‘ ein Kommentar.

Werde wer du bist Persönlichkeitsentwicklung Sonja Martin Coach Bonn

Werde wer du bist #10minblog

Ich bin doch schon wer! Und zwar jetzt. Wenn du das sagen kannst, dass ist der folgende Text nicht für dich. Alle anderen dürfen weiter lesen:

Ein wenig paradox finde ich diesen „Slogan“ ja schon. Denn es stimmt. Wir sind immer wer und zwar im Hier und Jetzt. Dennoch habe ich diese Worte gewählt, weil es für mich das ausdrückt, was ich unter Persönlichkeitsentwicklung verstehe. Zumindest bis zu einem bestimmten Punkt.

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intuitives Essen Sonja Martin Elterncoaching Coach Bonn

Einfach Entspannt Essen #10minblog

Denkst du auch viel darüber nach was du essen sollst? Was gesund ist und was nicht? Was wäre, wenn es die Kategorien „gesund“ und „ungesund“ gar nicht geben würde? Lies mehr zu meinen Gedanken zum intuitiven Essen.

In letzter Zeit beschäftige ich mit dem Thema intuitives Essen. Ich bin durch eine Youtuberin darauf aufmerksam geworden. Und es gibt dazu eine nette Doku bei Quarks und Co. Das Konzept scheint mir simpel und sinnvoll. Ich habe den Eindruck, dass wir Erwachsenen verlernt haben intuitiv zu Essen. Viele denken nur noch in Diäten oder doch zumindest in den Kategorien „gesund“ und „ungesund“. Nun frage ich mich, ob das überhaupt notwendig ist, wenn doch unser Körper uns genaue Signale darüber gibt, ob ihm Lebensmittel gut tun oder nicht. Ich probiere das zur Zeit für mich aus.

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